Nach der Eroberung
von Konstantinopel durch die Truppen des Vierten Kreuzzuges, eroberten die
beiden Ritter Wilhelm von Champlitte
und Geoffrey I. von Villehardouin im
Auftrag von Bonifatius von Montferrat,
dem König von Thessaloniki, den Peloponnes sowie die beiden Städte Achaia und
Elis.
Danach gründeten sie im Jahr 1205 das Fürstentum Achaia.
Nach dem Tod von Wilhelm von Champlitte, dem Fürsten von Achaia, wurde Geoffrey I. von Villehardouin dessen Nachfolger, der bis 1219 das
Fürstentum regierte.
Das Haus Villehardouin herrschte bis ins Jahr 1278 in
Achaia. Unter der Regierung von Wilhelm
II. von Villehardouin (1246–1278), Sohn von Gottfried I., erreichte das
Fürstentum seinen Höhenpunkt
Doch dessen Krieg gegen die Byzantiner, die er in der Schlacht von Prinitza (1263) und in der Schlacht von Makryplagi (1264) hatte besiegen können, hatten die
Ressourcen des Fürstentums erschöpft.
Daher erhoffte Wilhelm II. von Villehardouin Hilfe von König Manfred von Sizilien, der Truppen
zur Unterstützung Wilhelms nach Pelagonien geschickt hatte. Doch Manfred wurde
im Kampf gegen seinen Rivalen Karl von Anjou in der Schlacht von Benevent (1266) getötet.
Durch den Sieg von Karl von Anjou geriet das Fürstentum
in Abhängigkeit zu Karl von Anjou und dessen Nachkommen.
Nach dem Tod von Wilhelm II. von Villehardouin im Jahr
1278 kam es im 14. Jahrhundert im Fürstentum Achaia zu einem verhängnisvollen
Erbfolgestreit zwischen den beiden Häusern Villehardouin und Anjou.
Im Jahr 1396 wurde das Fürstentum Achaia von Pedro Bordo de San Superano, dem Anführer
der „Navarresischen Kompanie“ erobert, dessen Frau Maria II. Zaccharia nach seinem Tod im Jahr 1402 dessen Nachfolge
übernahm.
Doch im Jahr 1404 wurde Maria von ihrem Neffen Centurione Zaccharia aus Achaia vertrieben,
der die Herrschaft über das Fürstentum übernahm. Nach dessen Tod fiel das Fürstentum Achaia an
das Byzantinische Reich.
© by Ingo Löchel
Karte © by Wikipedia
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